Evang.-luth. Kirchengemeinde

ROTH

Jubilate 2021
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3. Sonntag nach Ostern – Jubilate

 

Liebe Leser, Jubilate – Jauchzt Gott, alle Lande!

Ja, Grund zum Jubilieren haben wir, denn Gott schafft Neues durch Jesus. Das sagt uns der Wochenspruch: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.                                                       2.Korinther 5, 17

 

Herr, in deinem Namen treffen wir uns hier um dir unsern Dank und unser Lob zu bringen. Du bist gnädig und treu, komm, begegne uns neu! Nur für dich, o Herr, soll unser Lied erklingen. Vater, du bist hier. Dank sei dir dafür.

Wir beten mit Worten aus Psalm 67

Gott, sei uns gnädig und segne uns! Blicke uns freundlich an!

Dann wird man auf der ganzen Welt erkennen, wie gut du bist und handelst. Alle Völker werden sehen und verstehen: Du bist ihre Rettung.

Die Völker sollen dir danken, Gott! Ja, alle Völker sollen dich preisen!

Alle Menschen sollen sich freuen und jubeln, denn du bist ein gerechter Richter, du regierst die ganze Welt.

Die Völker sollen dir danken, Gott! Ja, alle Völker sollen dich preisen

Das Land brachte eine gute Ernte hervor, unser Gott hat uns reich beschenkt.

Er segne uns auch weiterhin! Alle Völker der Erde sollen ihn achten und ehren! Amen.

 

Stille vor dir, mein Vater. Neue Stille vor dir suche ich, Herr.
Rede du, mein Vater, heute zu mir. Worte der Wahrheit kommen von dir. Rede du, mein Vater, heute zu mir. Du willst mich beschenken. Herr, hab' Dank dafür.

Stille vor dir will schweigen, und ich öffne mein Herz nun für dein Wort. Rede du, mein Vater, heute zu mir. Worte der Wahrheit kommen von dir. Rede du, mein Vater, heute zu mir. Du willst mich beschenken. Herr, hab' Dank dafür.

 

Liebe Gemeinde, worauf stützen wir unser Leben?

Vor etwa 2000 Jahren in Athen, im ersten Jahrhundert nach Christus, kam Paulus nach Athen und wollte über Jesus sprechen. Christus hat die Kraft, die mein Leben verändern kann, das ist die Botschaft, die er verkünden möchte. Athen war die Bildungsmetropole Europas, doch überall waren Götzenstatuen zu sehen, mehr als Menschen, so könnte man spotten. Götter für den Krieg, die Liebe, die Jagd, für Kaufleute.

Paulus sieht dennoch die Not hinter der Fassade. Er stößt auf den Dreh- und Angelpunkt in ihrem Leben.

Wir lesen Apostelgeschichte 17, 22-34:

22 Da stellte sich Paulus vor alle, die auf dem Areopag versammelt waren, und rief: »Athener! Mir ist aufgefallen, dass ihr euren Göttern mit großer Hingabe dient; 23 denn als ich durch eure Stadt ging und mir eure Heiligtümer ansah, da habe ich sogar einen Altar gefunden, auf dem stand: ›Für einen unbekannten Gott.‹ Diesen Gott, den ihr verehrt, ohne ihn zu kennen, möchte ich euch nun bekannt machen. 24 Es ist der Gott, der die Welt und alles, was in ihr ist, geschaffen hat. Dieser Herr des Himmels und der Erde wohnt nicht in Tempeln, die Menschen gebaut haben. 25 Er braucht auch nicht die Hilfe und Unterstützung irgendeines Menschen; schließlich ist er es, der allen das Leben gibt und was zum Leben notwendig ist. 26 Aus dem einen Menschen, den er geschaffen hat, ließ er die ganze Menschheit hervorgehen, damit sie die Erde bevölkert. Er hat auch bestimmt, wie lange jedes Volk bestehen und in welchen Grenzen es leben soll. 27 Das alles hat er getan, weil er wollte, dass die Menschen ihn suchen. Sie sollen mit ihm in Berührung kommen und ihn finden können. Und wirklich, er ist jedem von uns ja so nahe! 28 Durch ihn allein leben und handeln wir, ja, ihm verdanken wir alles, was wir sind. So wie es einige eurer Dichter gesagt haben: ›Wir sind seine Kinder.‹[5] 29 Weil wir nun von Gott abstammen, ist es doch unsinnig zu glauben, dass wir Gott in Statuen aus Gold, Silber oder behauenen Steinen darstellen könnten. Diese sind doch nur Gebilde unserer Kunst und unserer Vorstellungen. 30 Bisher haben die Menschen das nicht erkannt, und Gott hatte Geduld mit ihnen. Aber jetzt befiehlt er allen Menschen auf der ganzen Welt, zu ihm umzukehren. 31 Denn der Tag ist schon festgesetzt, an dem Gott alle Menschen richten wird; ja, er wird ein gerechtes Urteil sprechen, und zwar durch einen Mann, den er selbst dazu bestimmt hat. Er hat ihn darin bestätigt, indem er ihn von den Toten auferweckte.« 32 Als Paulus von der Auferstehung der Toten sprach, begannen einige zu spotten, andere aber meinten: »Darüber wollen wir später noch mehr von dir hören.« 33 Paulus verließ jetzt die Versammlung. 34 Einige Leute schlossen sich ihm an und fanden zum Glauben. Darunter waren Dionysius, ein Mitglied des Stadtrats, eine Frau, die Damaris hieß, und manche andere.

 

Der Dreh & Angelpunkt in diesem Bericht ist die Auferstehung. Paulus spricht in Athen über den Glauben. Er spricht professionell, holt die Athener bei ihrem Glauben ab und lenkt ihren Blick auf den Schwachpunkt, den „unbekannten Gott“. Für jeden von uns stellt sich die Frage: Was, wenn meine selbst-gemachten Götter nicht helfen?

Geld – als Sicherheit, Gesundheit, Freizeitspaß, mein Haus, mein Auto, mein Boot, mein .... Spätestens mit Covid wissen wir, dass diese uns nicht tragen.

Was schwächer ist als wir kann uns nicht tragen.

Die Götter der Athener waren selbst gemacht, so wie das, was uns bestimmt. Paulus erklärt, dass der unbekannte Gott sich nicht mit Menschenhänden dienen lässt.

Gott hat uns nicht nötig, er ist der Schöpfer. Er hat die Welt erschaffen.  Er hat uns erschaffen. Sein Geschöpf sind wir. Wir sind Fragende, die auf etwas Höheres ausgerichtet sind. Das zeigen die Athener, indem sie für alles und jedes einen Gott haben. Dennoch bleibt es: Wir leben, weben und sind in ihm. Und er hat einen Weg gefunden, wie wir wieder mit ihm Gemeinschaft leben können. 

Paulus erklärt ihnen, dass Gott sein Recht als Schöpfer fordert und die Hinwendung zu ihm will. Das verstehen die Athener sofort. Er hat seinen Sohn Jesus Christus gesandt. Jesus ist für uns ans Kreuz gegangen und gestorben und am dritten Tag auferstanden von den Toten. Bis hier hatten sie zugehört, doch die Auferstehung war zu viel.

Die Athener reagieren wie einige von uns:

Entweder mit Spott oder - mit erzähl uns dies später, wir haben heute keine Zeit oder - wie eine dritte Gruppe, welche Paulus folgt und die Erklärung hören möchte. Sie fangen an zu glauben. Paulus kann ihnen erklären, dass Jesus für sie gestorben ist als sichtbares Zeichen. Er ist auferstanden und aufgefahren in den Himmel und sitzt zur Rechten Gottes. Von dort wird er uns richten nach unserem Verhalten. Er erzählt aber auch vom heiligen Geist, der uns gegeben ist, um den Glauben anzunehmen und verstehen zu lernen. Auch wir sind gefragt was uns trägt. Unsere selbst gemachten Götter oder Jesus, der gestorben und auferstanden ist?  Wie reagieren wir?

Glauben wir, dass Jesus für uns gestorben und auferstanden ist?

Auferstehung Dreh und – Angelpunkt. Auch heute.

Es ist ein wunderbares Zeichen, das Prinz Philip bei seiner Bestattung auf eine Predigt verzichtet hat und die Auferstehung des Lazarus hat lesen lassen.  Wir glauben an die Auferstehung der Toten.

Eine schönere Botschaft konnte er seiner Frau, seinen Kindern und Enkeln nicht geben. Wir sehen uns wieder bei der Auferstehung der Toten. Einen besseren Trost und eine bessere Perspektive gibt es nicht.  Auferstehung Dreh– und Angelpunkt auch für uns. Amen!

 

Gott gab uns Atem, damit wir leben. Er gab uns Augen, dass wir uns sehn. Gott hat uns diese Erde gegeben, dass wir auf ihr die Zeit bestehn. Gott hat uns diese Erde gegeben, dass wir auf ihr die Zeit bestehn.  EG 432

 

Wir beten: Lieber Vater im Himmel, du bist der Schöpfer des Himmels und der Erde.  Du regierst. Du willst das Leben. Wir bitten dich für alle, die ohne Hoffnung sind, die sich ihre eigenen Götter machen, die enttäuschen und wertlos sind. Wir bitten dich für alle die verzweifelt sind und keinen Ausweg sehen. Du bist das Leben. Erbarme dich.

Wir bitten dich für deine Gemeinde, für alle, die in dir bleiben wollen und auch für die, die in Zweifel und Angst leben. Wir bitten dich für unsere Kinder und für alle, die zu uns gehören. Du bist das Leben. Dir vertrauen wir uns an durch Jesus Christus, auferstanden von den Toten, damit wir bei dir leben. Wir beten weiter mit den Worten Jesu:

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme.  Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsre Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

 

Ach bleib mit deinem Glanze bei uns, du wertes Licht; dein Wahrheit uns umschanze, damit wir irren nicht.

Ach bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher Herr; dein Gnad und alls Vermögen in uns reichlich vermehr.                                                                   EG 347

 

Der Herr segne dich und behüte dich. Er lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Er hebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden.

 

Ihnen eine gesegnete Woche.

Wenn Sie Fragen haben, erreichen Sie mich unter der Nummer 06426 967 2589.

Ihre Karin Beate Elbrechter

Prädikantin der ev. luth. Kirchengemeinde Roth